ein Bild aus dem Unterbewusstsein entsteht

Lebensbrücke

 

Jeder Künstler hat seine eigene Vorgehensweise, ein Bild zu malen und seine Vision zu verwirklichen.

Ich bevorzuge jedoch meine Weise. ;-)

Andrea R Walla

 

 

Ein Bild beginnt in meinem Inneren zu entstehen. Dort wird es geboren, seine Idee bekommt Raum, sich zu entfalten.

Es ist, wie ein glasklarer Wassertropfen, der im Licht schimmert und leuchtet. Er ist rein und leer, wie ein klarer See in den Bergen. Anfangs ist in im nichts - nur vollkommenes Leben. Die Bereitschaft alles zu sein und zu werden, bis ich darin anfange, eine Spiegelung zu erkennen. Den Hauch einer Vision, eines Themas, das mich tief berührt.

Alles, wirklich alles kann diese Lichtreflexion auslösen - ein Wort, ein Geräusch, ein Gesicht, eine Geste, Mimik, Tonfolge, ein Gefühl. Alles kann der Ursprung sein und dann beginnt die Reise hin zum werden.

Der Beginn ist ein Spiel aus Farben und Kontrasten - eine helle, eine dunkle und die dritte beliebig nach Gefühl. Die Gedanken beginnen zu fließen und der klare Wassertropfen im Geist füllt sich mit Formen, Farben und dem Spiel des Lebendigen. Es ist eine Gefühlsreise, basierend auf Wissen und Erfahrung. Wo kann ich etwas hinzu geben? Was bleibt stehen? Was ist schon darin verborgen und mit ein paar wenigen Pinselstrichen sichtbar? 

 

Wissen, dass in vielen Skizzen und Studien erarbeitet ist, wird hier zur Verlängerung des Armes. Es fließt über den Pinsel hinzu und beginnt, den Tropfen stetig zu formen und zu gestalten. Gibt ihm Raum und Zeit, zu wachsen. Die meiste Arbeit an den Bildern aus dem Unterbewusstsein findet im Kopf statt, im Sehen und Erkennen. Im Verstehen der inneren Welt und dieses Verstehen über die Intuition - geführt vom Herz - auszudrücken. 

 

Monate-, bis Jahrelang kann so ein Bild ruhen und nichts sagen. Ehe dann auf einmal ein Lichteinfall, ein weiteres Wort des Betrachters oder in der Zwischenzeit erkannte Weisheiten einen neuen Impuls auslösen und die Reise weiter geht. Abstraktes und Freies Denken ist erforderlich, grenzen Überschreiten und unmögliches als Wahr akzeptieren in einer bizarren Welt, in der unsere kühnsten Träume und grausamsten Gedanken regieren. Alles kann und darf möglich sein, frei von Gesetzmäßigkeit in der Welt des Geistes.

 

Da wird ein Baum zur Blätterbrücke, ein Wasserfall zur Treppe, Ein Auge zum Traumfänger und das Licht zur Heilsversprechung am Ende der Reise. Nie, ist die Vision von Anfang an klar, nie ist ein fertiges Bild zu Beginn Bestandteil. Lebendiges erfordert freie Entfaltung. Eine Stimmung, eine Laune, ein Wort können das Bild vollkommen verändern und zu etwas ganz anderes werden lassen. Und die zweite Reise zu diesem Thema würde ganz anders aussehen, weil die Zeit bereits weitere Erfahrung gebracht hat. Daher gibt es keine Skizze, keinen Entwurf, keine Idee, freies malen, direkt auf dem Bild, so, wie es werden will im Dialog mit einer unerschöpflichen Quelle, die reich an Bildern niemals versiegt, und ihren Reichtum auf die wirft, die offen sind, diese Fülle zu nutzen.

 

Wer sich der Kunst widmen möchte, dem sei folgendes geraten:

Wenn Du diese Reise beginnst, geh immer weiter, lass Dich niemals abbringen und öffne Deinen Geist. Lerne alles, was Du wissen musst, um Deinen Ausdruck besser und besser zu realisieren. Lerne Dein Bewusstsein kennen, befasse Dich mit Architektur, Musik, Natur, Spiritualität, Anatomie, Kunstgeschichte, Medizin, Farben, Formen, Design, Sprachen. Lass Dich von allem inspirieren, was Du siehst. Frage Dich immer, wie würdest Du es ausdrücken wollen? Was ist es, was aus Dir heraus will. Verinnerliche alles, bis es Dir so zur Gewohnheit geworden ist, und Du nur noch den Stift nehmen und es ausdrücken musst.

Und wenn Du nicht weiter weißt, dann lass es ruhen und wachse weiter.

 

Denn vielleicht ist es bereits da, aber Du musst erst lernen, es wahr zu nehmen ... .

 

 

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